In Zürich zahlt man durchschnittlich pro Quadratmeter Wohnung 22.50 Franken, was beinahe 50% mehr ist als im schweizerischen Durchschnitt und dies nach 30 Jahre währender linker Mehrheit im Stadtrat. Es wäre also höchste Zeit für liberale Lösungen. Der Preis für die Mieten ergibt sich einerseits von Angebot und Nachfrage und andererseits durch die Baukosten, beides liesse sich politisch beeinflussen. 

Das Angebot wird künstlich begrenzt durch eine sehr rigide Bau- und Zonenordnung und ein striktes Baugesetz. Eine Aufstockung um ein weiteres Stockwerk, wäre wohl in den meisten Zonen sinnvoll. Auch in den Baugesetzen gibt es noch einiges an Potenzial, um die Wohnfläche zu erhöhen und die Baukosten zu senken, zum Beispiel im Denkmalschutz, den Ausnützungsziffern oder den Mindestabständen. So könnten Mietkosten effektiv gesenkt werden, im Gegensatz zur linken Lösung der subventionierten Wohnungen. Diese erhöhen nicht nur das Angebot an Wohnungen, sondern auch den Nachfragedruck von Zuzüger ausserhalb der Stadt durch die unterdurchschnittlichen Mietpreise. Die grosse Mehrheit der Zürcher wird so zu einer Finanzierung einer privilegierten Schicht gezwungen, zusätzlich zu den eigenen Mietkosten von nicht subventionierten Wohnungen. Hinzu kommt bald noch der Zwang zur Öffnung von Innenhöfen und Dachterrassen für jedermann, was privates Bauen noch unattraktiver macht, um die Mietpreise auf dem von der Regierung gewollt hohen Stand zu halten.